Neue Literaturempfehlung

Heute bin ich auf die interessante Schrift „Die Bibelkommentare der Kirchenväter“ von Bernhard Lang gestoßen. In dieser wird ein guter Überblick über die patristischen Bibelkommentare gegeben. U.a. wird auf folgendes Werk von Eusebius hingewiesen, das ich als freie elektronische Version im Internet finden konnte:

In diesem Buch werden viele Fragen zu scheinbaren Widersprüchen in den Evangelien beantwortet. Sehr lehrreich! 😉

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Vom Lösen und Binden im Namen Christi

„Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird auch im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird auch im Himmel gelöst sein.“
(Mt 16,19/EÜ)

Johannes Chrysostomus (ca. 400 n.Chr.) sagte über die oben zitierte Binde- und Lösegewalt der Kirche bzw. der Bischöfe in seinen „Homilien über den Brief an die Hebräer“ (4. Homilie, Kap. 6) folgende Worte:

„Errötet und schämt euch! Wenn ihr aber auch nicht wollt, – wir lassen solche verderbliche Gewohnheiten in der Kirche nicht aufkommen; denn es heißt: „Die Fehlenden weise vor Allen zurecht!“ [1. Tim 5,20].
Jenen elenden und unseligen Weibern aber verbieten wir durch euch, sich je wieder bei den Begräbnissen der Gläubigen einzufinden, damit wir sie nicht zwingen müssen, ihr eigenes Unglück zu beweinen. sondern sie vielmehr dahin zu vermögen, nicht in fremden Angelegenheiten also zu handeln, sondern ihre eigenen Unfälle zu beklagen. Ist ja auch ein zärtlich liebender Vater, der einen ausschweifenden Sohn hat, darauf bedacht, nicht nur ihn vor der Gesellschaft der Bösen zu warnen, sondern auch diese ferne zu halten. Sehet also, so empfanget ihr und Jene durch euch die Warnung: ihr zwar, dass ihr solche Personen nicht mehr herbeiruft, und diese, dass sie sich nicht mehr einfinden.
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